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Kinderwunschzentrum
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In-Vitro-Fertilisation IVF

IVF

Bei der In-Vitro-Fertilisation findet die Befruchtung ausserhalb des Körpers der Frau statt. Eizellen und Spermien werden über einen Zeitraum von maximal 48 Stunden im reproduktionsbiologischen Labor aufbewahrt. Hierzu werden Lebensbedingungen geschaffen, die möglichst denjenigen im Eileiter der Frau entsprechen. So muss die Umgebungstemperatur, die Luftfeuchtigkeit und die Luftzusammensetzung im Brutschrank denen des menschlichen Körpers angepasst sein.

 

Erstmals wurde diese Therapie 1978 mit Erfolg durchgeführt (Geburt von Louise Brown in England). Die IVF wird in der Schweiz von der Krankenkasse nicht bezahlt. Der Ablauf des IVF wird anschliessend erklärt. Eine ausführliche Information mit Angabe von Erfolgsraten, Kosten und Komplikationen ist nur im Rahmen einer persönlichen Besprechung möglich und sinnvoll.

 

Die Frau erhält nach einem bestimmten Protokoll Hormonspritzen, damit möglichst mehrere Eibläschen heranreifen. Die Spritze erfolgt täglich während 10-14 Tagen. Utraschalluntersuchungen und Hormonbestimmungen finden alle paar Tage statt. Bei ausreichender Reife der Eibläschen wird HCG verabreicht. 36 Stunden später werden die Follikel abpunktiert. Mit einer speziellen Punktionskanüle werden die Eibläschen durch die Scheide punktiert. Die Punktion findet  unter Ultraschallsicht im Operationssaal statt. Die Patientin bleibt nach dem Eingriff während 2-3 Stunden im Spital. Die gewonnen Eizellen werden in eine spezielle Flüssigkeit (Nährmedium) gelegt und für die Befruchtung vorbereitet. Der Partner gibt am Tag der Punktion eine frische Samenprobe ab, die mit Medium aufbereitet und den Eizellen zugegeben wird.

 

Am nächsten Tag wird kontrolliert, wie viele Eizellen befruchtet sind. Sind mehr befruchtete Eizellen (Zygoten) vorhanden, als im laufenden Zyklus transferiert werden können, werden diese eingefroren. Zwei Tage nach der Befruchtung, wenn die befruchteten Eizellen sich geteilt haben, spricht man bereits von Embryonen. Die Embryonen werden zu diesem Zeitpunkt mit Hilfe eines dünnen Katheters in die Gebärmutter transferiert. In den folgenden 2 Wochen wird die Gelbkörperphase durch Medikamente unterstützt, um eine Einnistung des Embryos zu verbessern. 13 Tage nach dem Embryotransfer wird das Schwangerschaftshormon im Blut bestimmt, und die Patientin weiss, ob sie schwanger ist.